Qodosen DX-286

"Das ist aber ein hüscher kleiner Werkzeugkoffer", meinte meine Frau, als ich den Qodosen DX-286 aus dem Karton holte. Und in der Tat ist der schmucke Weltempfänger nicht nur sehr gut verpackt, sondern auch bestens gegen Transportschäden gesichert: In einem formschönen Koffer - mit ausreichend Platz für das gut verpackte Radio und das gesamte Zubehör.

Sicher verpackt
Zum Lieferunfang gehören ein Ladekabel, der passende Akku und eine ebenso schöne, flauschige wie praktische Transporttasche zum Schutz des Geräts gegen Kratzer. Ebenfalls im Koffer liegen zwei Aufkleber - einer davon schön bunt, der andere mit einer Auflistung der wichtigsten Eigenschaften des Weltempfängers.
Klein - schwarz - stark! So beschreibt man normalerweise italienischen Espresso. Die Attribute treffen aber ebenso auf die neueste Entwicklung aus dem Haus Qodosen zu. Auf die wirklich erstaunlichen Eigenschaften des DX-286 soll im Folgenden eingegangen werden.
Gerade einmal knapp 250 Gramm wiegt er, der kleine Alleskönner aus Chinas Süden - einschließlich einem wiederaufladbaren und austauschbaren Batterie-Akku. Mit seinen 12 x 7 x 2,5 cm gehört er auf jeden Fall in die Kategorie "kleinster Weltempfänger der Welt". Dafür, dass er auf jeden Fall zu den ganz besonders Leitungsfähigen Radios gehört, sorgt u.a. der eingebaute und sorgfältig konfigurierte TEF6686-Chip, der auch bei den Radios anderer Hersteller zu beachtlichen Ergebnissen geführt hat.
Ganz besonders anwenderfreundlich sind das übersichtliche Display, die Direkteingabe von Frequenzen und nicht zuletzt die ausklappbare Lasche auf der Rückseite, mit der sich das Gerät in eine bequeme Position bringen lässt.

Die Rückseite des DX-268 - mit ausklappbarer Lasche
Der Anwenderleitfaden liegt bei und die Beschreibung ist sehr gut, leider aber nur in Englisch verfügbar. Um den Einstieg zu erleichtern, habe ich für den DX-286 eine deutschsprachige Gerätebeschreibung erstellt. Nach Aussagen der Firma Qodosen soll es auch bald schon deutschsprachige Bedienungsanleitungen geben.
Die Grundfunktionen
Jeder testet ein neues Gerät auf seine eigene Weise. Für mich persönlich beginnt so etwas immer damit, dass ich mich zuerst mit den Grundfunktionen befasse. Dazu gehört die Einstellung der Uhrzeit. Keine Frage, dass der DX-286 das kann. Und nicht nur das. Aus 24 verschiedenen lokalen Zeiten kann man wählen - ebenso viele Zeitzonen, wie es auf der Erde gibt. Zusätzlich zur jeweiligen Ortszeit zeigt das Gerät immer auch die damit korrespondierende Weltzeit an. Besonders für aktive DXer, die nicht nur zuhören, sondern sich auch mit Sendeplänen und / oder Empfangsberichten beschäftigen, ist das eine außerordentlich praktische Eigenschaft.

Alles wasserdicht in einen hübschen kleinen Koffer verpackt
Verfügbar sind auch alle nur vorstellbaren Funktionen eines Radioweckers: Ein - Aus, Aufwachen mit Musik oder mit Summton und es gibt sogar ein verzögertes Aufwecken, bei dem sich das Radio bzw. der Weckton erst mit 5 Minuten Verzögerung ausschält.
Großzügig ausgestattet ist auch die Speicherkapazität. Ganze 1000 Sender und Frequenzen können, verteilt auf 100 Blöcke, sogenannte "Pages" zu je 10 Sendern, gespeichert werden. Ob es wohl Menschen gibt, die so viele Stationen überhaupt empfangen können?
Eine Klinkensteckerbuchse sorgt dafür, dass man das Radio entweder mit einem Kopfhörer oder einem externen Verstärker verbinden kann. UKW-Sender können dann in Stereo gehört werden. Aber auch mit den eingebauten, wirklich sehr kleinen Lautsprechern, ist der DX-286 ein echtes Klangwunder - insbesondere durch die großzügige Bandbreitenschaltung, über die in den folgenden Kapitel noch berichtet wird. Ein Ohrhörer ist im Lieferumfang derzeit nicht enthalten.
Das weitgehend selbsterklärende Display des Empfängers verfügt über eine eigene Beleuchtung, die beim Einschalten des Geräts oder auch beim Umschalten auf eine andere Frequenz für 10 Sekunden aktiviert bleibt. Der Anwender hat zudem die Möglichkeit, das Licht dauerhaft zu aktivieren, was allerdings immer auch auf Kosten der Akkulaufzeit geht.
Wen der Piepston bei der Eingabe von Frequenzen nervt, der kann ihn einfach deaktivieren - und umgekehrt. Auch das kann der kleine DX-286.
Zum Thema "Akku" hat die Firma Qodosen sich etwas Besonderes einfallen lassen: Ein bereits vollständig geladener Micro-USB-Akku in Form einer leicht überdimensionierten Batterie (18.650) ist im Lieferumfang enthalten. Ein Kabel zum Laden, z.B. über einen PC, gehört ebenfalls zum Zubehör. Ein 5V-USB-Ladegerät ist nicht mit dabei - vermutlich auch deshalb, weil unsere Haushalte in den heutigen Smartphonezeiten mit solchen Geräten hinreichend versorgt sind. Das Radio ist außerordentlich sparsam im Verbrauch. Es kann viele Stunden lang betrieben werden, ohne dass der Akku nachgeladen wird. Das Radio verfügt über eine "Smart-Charging-Funktion": Sobald das Radio an ein Ladegerät angeschlossen wird, beginnt der Ladevorgang und er stoppt automatisch, wenn der Akku geladen ist. Zum einen hilft das, Strom zu sparen, zum anderen schont es den Akku ganz erheblich.
Für den Fall, dass man den DX-286 auf Reisen mitnehmen will, gibt es auch eine "LOCK"-Funktion, mit der man das Gerät vor versehentlichem Einschalten bewahrt.
Zu guter Letzt sei auch die "MUTE"-Taste erwähnt, mit der das Radio kurzfristig stumm geschaltet werden kann, falls mal das Telefon klingelt.
Die Antennen
Die Möglichkeiten sind enorm:
Für die Mittel- und Langwelle bietet der Qodosen DX-286 unterschiedliche Antennenlösungen an - je nachdem, ob man sich in einem Gebäude oder in freier Natur befindet. Für den Innenbereich empfiehlt der Hersteller die Verwendung der einbauten Ferritantenne. Für den Außenbereich hat man die Möglichkeit, auf die Nutzung der Teleskopantenne umzuschalten. Es kann sich aber durchaus auch lohnen, damit zu experimentieren.
Für die Kurzwelle steht die Teleskopantenne zur Verfügung. Insbesondere für schwächere Sender gibt es in dem Gerät einen Vorverstärker, den man auf Knopfdruck zuschalten kann ("Antenna Amp Switch"). Das Signal wird dadurch tatsächlich auch ganz erheblich verstärkt. Ich denke, es schadet eher nicht, den Vorverstärker eingeschaltet zu lassen und ihn bei Bedarf, wenn ein Sender zu stark einfallen sollte, zu deaktivieren. Ich hatte bisher so eine Situation noch nicht. Interessant ist das Dämpfungsglied ("Antenna Attentuator"), mit dem man die Antenne selektiv und stufenweise an die erforderliche Signalstärke anpassen kann. Auch da genügt ein einfacher Knopfdruck. Einsatz und Möglichkeiten der Dämpfung stehen sowohl im Kurzwellen- als auch im Mittel-und Langwellenbereich zur Verfügung. Der integrierte einstellbare Antennenabschwächer verbessert zudem die Überlastungsresistenz.
Für UKW verwendet man die eingebaute Teleskopantenne..
Für alle Empfangsvarianten besteht zudem noch die Option, eine externe Antenne zu verwenden. Für diesen Zweck verfügt das Gerät über eine Klinkensteckerbuchse. Wichtig ist es, zu beachten, dass eine Außenantenne im AM-Bereich nur im sogenannten "externen" Bereich, also mit "Antenna Amp Off" funktioniert. Bei FM spielt das aber keine Rolle. Die Möglichkeiten, die eine externe Antenne bietet, sind ganz besonders im AM-Bereich, beachtlich.
UKW / FM
Das Frequenzspektrum für UKW reicht von 64 MHz bis zu 108 MHz. Je nach Favorisierung bzw. je nach Region, in der man sich befindet, hat man für UKW fünf verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, die von FM-64-108M bis hin zu FM87.5-108M reichen. Die Einstellung lässt sich jederzeit per Knopfdruck wieder ändern. Variieren lässt sich auch der Suchmodus, also die Schrittweite beim Drehen des seitlichen Suchknopfes - von 30K über 50K, 100K, 200K bis hin zu 250K ist alles möglich.
Drückt man einmalig kurz die Taste FM, schält sich das Gerät in den UKW-Modus. Drückt man es für mehr als 2 Sekunden, beginnt der Sendersuchlauf - falls erforderlich mit Speicherung der gefundenen Stationen. Für die Eingabe der Sendefrequenz hat der Anwender zum Einen die Möglichkeit, die entsprechenden Daten über das Zahlenfeld direkt einzugeben und im Anschluss mit der FM-Taste zu bestätigen. Eine weitere Option ist der Drehknopf auf der rechten Seite, mit dem man, je nachdem, welche Schrittweite eingestellt ist, zur nächst oberen oder unteren Frequenz umschalten kann. Zudem kann man seinen gesuchten Lieblingssender über die Such- und die Speicherfunktion des Geräts einstellen. Der Empfang eines Senders ist generell in Stereo möglich, das aber nur aktiviert werden kann, wenn das Gerät an einen Kopfhörer oder einen Stereoverstärker angeschlossen wird.
Mit der "M/Tone"-Taste lässt sich das Klangbild beeinflussen: Neben einem Musikmodus gibt es auch einen Sprachmodus. Bei UKW konnte ich bei dieser Umschaltmöglichkeit keinen allzu großer Unterschied heraushören, bei AM aber sehr wohl.
Die Empfangsleistung ist in der Tat beeindruckend. Ebenso wie beim Deepelec DP-666 ist auch beim Qodosen DX-286 ein TEF6686-Chip eingebaut. Ich konnte beide Geräte vergleichen. Dabei ist der DX-286 sowohl bei der Signalstärke als auch im Bereich der Trennschärfe gegenüber dem Deepelec zumindest gleichwertig. Ganz offensichtlich ist durch Konfiguration und Feineinstellung auch beim TEF6686 noch Einiges möglich. Traditionelle Empfänger wie beispielsweise der Grundig Satellit 700 oder der Sony ICF7600GR können beim UKW-Empfang mithalten. Der Empfang der UKW-Sender ist, wie bereits gesagt, ganz ausgezeichnet. Doch damit nicht genug. Der Anwender hat zudem die Option der Bandbreitenschaltung. 16 verschiedene Bandbreiten stehen zur Verfügung - zusätzlich zur ohnehin sehr gut konfigurierten Automatik.

Auf UKW verfügt der DX-286 über die Möglichkeit, RDS (Europa) bzw. RBDS (USA) zu aktivieren. Damit kann man sich den Sendernamen und ggfs. den Programmtyp, den gespielten Titel usw. anzeigen lassen kann. Ist RDS aktiv, wird mit der RDS-Taste zwischen den verschiedenen RDS-Segmenten hin- und hergeschaltet.
Als Referenzgeräte habe ich für meine Tests und Vergleiche den Grundig Satellit 700, den Sony ICF 7600 GR und den kleinen, auf FM sehr empfangsstarken Deepelec DP-666 verwendet. Die Empfangsleistung des chinesischen DX-286 war im Vergleich zum DP-666 ähnlich gut, in allen anderen Fällen weitaus besser. Den DP-666 auf UKW zu übertreffen, ist allerdings auch gar nicht so ganz einfach. Sowohl der Grundig Satellit 700 als auch der Sony ICF 7600 GR konnten mit dem kleinen DX-286 nicht mithalten.
Der Klang der wiedergegebenen Sender ist relativ zur Größe des Geräts und seines Lautsprechers verblüffend gut. Ein Beispiel auch hier: "Deutschlandradio Kultur" sendet mit 200 Watt von der Berliner Allee in Freiburg i. Br. und kann hier in Herbolzheim im nördlichen Breisgau problemlos und störungsfrei empfangen werden. Ebenso "uniFM", das von der Freiburger Uniklinik aus mit 300 Watt sendet. Auch "Freies Radio Wiesental", 500 Watt und 60 km entfernt, konnte sowohl mit dem DP-666 als auch mit dem Qodosen DX-286 gehört werden. Die beiden Referenzgeräte mussten bei allen drei Sendern passen.
Einen weiteren Vorteil gibt es bei dem kleinen chinesischen Radio durch die UKW-Signalverarbeitung ("FM Signal Processing"): Mit der Taste "Set" kann man im aktivierten UKW-Modus zusätzlich zum voreingestellten Standard aus drei verschiedenen DX-Modi wählen und damit eher schwache Signale noch besser hörbar machen.
Langwelle / Mittelwelle
Auch die Langwelle und die Mittelwelle können mit dem Qodosen DX-286 empfangen werden. Dafür besitzt das Gerät eine eingebaute Ferritantenne. Neuartig und ungewöhnlich ist die Möglichkeit, dafür auch die Teleskopantenne zu verwenden - was sich besonders im Außenbereich sehr vorteilhaft auswirken kann. Auch hier hat man die Möglichkeit, die gewünschte Frequenz direkt einzugeben oder mit dem Rädchen rechts oben zu ändern. Speichern von Sendern ist bei AM genauso einfach möglich, wie bei UKW.
Die Langwelle muss beim DX-286 erst einmal aktiviert werden. In den Werkseinstellungen gibt es keine Langwelle. Die Aktivierung bzw. Deaktivierung ist aber ganz einfach - mit derselben Funktion, mit der man auch seinen UKW-Modus und die Schrittweite bei der Sendersuche ändert: Gerät ausschalten, danach einfach "Set" drücken und "LW" aktivieren. Durch wiederholtes kurzes Drücken der AM-Taste hat man danach die Möglichkeit, zwischen der Langwelle, der Mittelwelle und der Kurzwelle hin und her zu schalten.
Das Gerät verfügt über einen Filter, mit dem verschiedenartige Störsignal unterdrückt oder komplett beseitigt werden können. Das wirkt sich besonders stark in Haushalten aus, in denen das WLAN-Signal über die Steckdosen ("Powerline") verteilt wird - wodurch AM in aller Regel unbrauchbar gemacht wird. Sehr schön ist auch im Lang-, Mittel- und Kurzwellenbereich die vierstufige Bandbreitenschaltung, die es zwar auch beim Deepelec DP-666 gibt, die dort aber ganz offensichtlich weniger fein konfiguriert ist, und keine so klaren Signale liefert, wie der Qodosen DX-286. Mit aktivierter Außenantennte lässt sich im Lang- und Mittelwellenbereich ein Antennenvorverstärker zuschalten. der auch schwächere Signale hörbar macht.
Insbesondere im AM-Bereich bieten sich mit dem Anschluss einer externen Antenne weitere Möglichkeiten zur Optimierung des Empfangs. Zwingend nötig ist das zwar nicht, denn die Signalstärke ist bei aktiviertem Vorverstärker auch ohne den Anschluss einer Außenantenne erstaunlich gut. Trotzdem ist eine gute Außenantenne vor allen für schwächere Signale sehr hilfreich - beispielsweise für den nächtlichen Überseeempfang aus USA oder Canada. Damit eine externe Antenne für den Lang- und Mittelwellenbereich tatsächlich funktioniert, muss man auf ANT-EXT, also auf Teleskop- bzw. Außenantenne umschalten.
Sehr hilfreich für den AM-Empfang ist die SQUELCH-Funktion, mit der man in 10 Stufen das Rauschen der Sender unterdrücken kann. Sie steht für den gesamten AM-Bereich zur Verfügung, also für Lang-, Mittel und Kurzwelle. Je nach Stärke des Signals ist SQUELCH eine schöne Hilfe und es ist sehr angenehm, einen Sender mehr oder weniger rauschfrei zu hören. Bei sehr schwachen Signalen ist der Schwellwert allerdings - wie auch bei anderen Empfängern - oft zu niedrig, so dass es sich in so einem Fall nicht empfiehlt, SQUELCH zuzuschalten.
Auf der Mittelwelle gibt es hier in Deutschland bekanntlich erst nach Einbruch der Dunkelheit etwas zu hören. Das Spektrum des DX-286 auf der Mittelwelle reicht von 522 bis 1710 KHz und kann in Schritten von 1, 9 oder 10 KHz eingestellt werden. Drückt man den Drehknopf wiederholt, kann man von "schnell" (9-KHz oder 10-KHz-Schritte) auf "langsam" (1-KHz-Schritte) umschalten. Drückt man die Taste mehrfach, lässt sich auch ein "Auto"-Modus aktivieren, der den jeweils nächsten empfangbaren Sender sucht.
Kurzwelle
Die Kurzwelle reicht lückenlos von 1.711 KHz bis hin zu 27.000 KHz. Ebenso wie die anderen Bänder lässt sich die Kurzwelle sowohl über den Drehknopf abstimmen, als auch direkt eintippen. Automatische Sendersuche steht ebenso zur Verfügung, wie die mannigfaltigen Speichermöglichkeiten und die vierfache Bandbreitenumschaltung. Über SSB verfügt das Gerät allerdings mit der aktuellen Softwareversion nicht.
Die Empfangsleistung mit der eingebauten Teleskopantenne ist im Bereich der Kurzwelle ganz außerordentlich - insbesondere dann, wenn man den Antennenvorverstärker aktiviert. Auf allen Kurzwellenbändern ist mit der eingebauten Teleskopantenne der Rauschpegel deutlich geringer und die Signalstärke erheblich besser, als beispielsweise beim Grundig Satellit 700 oder dem Sony ICF 7600 GR.
Auch für die Kurzwelle bietet das Gerät die Option, an die Klinkenbuchse eine externe Antenne anzuschließen - was im Kurzwellenbereich tatsächlich weitere, erstaunliche Möglichkeiten eröffnet. Ein Beispiel aus der Praxis: Wenn ich das Gerät mit meiner drehbaren Wellbrook Loop Dachantenne verbinde, werden auch scheinbar unhörbare Sender hörbar gemacht. So konnte ich beispielsweise in den Morgenstunden auf 6185 KHz den mexikanischen Sender XEPPM Radio Education mit brauchbarem Signal loggen (aber auch mit der eingebauten Antenne war der Sender immerhin noch hörbar) - und tagsüber kann ein ansonsten eher etwas verrauschter "Channel 292" auf 6070 KHz wunderbar klar gehört werden. Insgesamt kann der DX-286, wenn ich die Wellbrook Loop anschließe, fast mit einem JRC NRD mithalten - was wirklich beachtlich ist.

Fazit
Relativ zu Größe und Gewicht bietet der Qodosen DX-286 nicht nur eine überraschende Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten. Ganz besonders besticht er mit einer sehr guten Empfangsleistung, Trennschärfe und Signalverarbeitung. Auch ohne SSB ist der DX-286 ein Weltempfänger der Spitzenklasse - im Kleinstformat. Das alles und noch mehr für weniger als 90,00 Euro. Mit dem kleinen Qodosen macht Radio hören und DXen ganz großen Spaß - im Innen- und Außenbereich. Mit seinen knapp 250 Gramm lässt sich der Winzling zudem überallhin mitnehmen - wofür auch die "Lock"-Funktion ganz ausgezeichnete Dienste leistet.
Ich habe schon viele Weltempfänger getestet. Der Qodosen DX-286 ist einer der Besten überhaupt. Mein Fazit: Unbedingt empfehlenswert.
Links:
Dieser Testbericht: https://www.helmutmatt.de/qodosen_d
Bedienungsanleitung in deutscher Sprache: https://www.helmutmatt.de/qodosen_manual_d.html